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| Sonntag, den 18. Juli 2010 um 11:34 Uhr | |||
Unwetter in Gröbming
Dunkle Wolken zogen am Nachmittag des 17. Juli 2010 über dem Stoderzinken auf. Der Wetterbericht hatte schwere Gewitter mit intensiven Regefällen für das Ennstal angekündigt. Um 17.57 Uhr heulten in Gröbming die Sirenen. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Gröbming wurden gleich zu mehreren Einsatzadressen gerufen. Im Landmarkt Gröbming drang Wasser in das Lager ein. Eine Abflussrinne konnte die extremen Wassermassen nicht mehr fassen. Dank des nachlassenden Regens konnte dieses Problem schnell gelöst werden und die Feuerwehrmänner rückten zur nächsten Alarmadresse in Hofmanning ab. Gleichzeitig wurden Überflutete Keller bei der Firma Buben und Zörweg und ein Keller eines Wohnhauses in der Klostergasse 288 von den Wassermassen befreit. Die Wiesackstraße stand völlig unter Wasser. Mehrere Wohnhäuser waren durch die Wassermassen bedroht. Es wurden mehrere Kanaldeckel geöffnet, um das Wasser abziehen zu lassen. Ein großer Schaden konnte hier verhindert werden. Bei einem Wohnhaus in Hofmanning konnten die Dachrinnen die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Wasser drohte in einen Keller einzudringen. Die Kellerschächte wurden gesichert und das überlaufende Wasser abgeleitet. Für weitere Absicherungen wurden dringend Sandsäcke benötigt. Diese waren vorbereitet und im Katastrophenlager in einer Garage des Schotterwerks Mayer gelagert. Auf der Anfahrt zum Kat- Lager wurde der LKW der Freiwilligen Feuerwehr Gröbming von einer Mure teilweise verschüttet. Die Mure traf den LKW und das Katastrophenlager. Hüfttiefer Schlamm und Geröll versperrten den Weg zu den Sandsäcken. Der beschädigte LKW wurde aus der Mure gezogen und abgestellt. Mehrere Meldungen über den raschen Anstieg des Hofammningbachs erreichten die Einsatzleitung Gröbming. Ein Schacht oberhalb des Sonnhof Mayr war durch eine Verklausung übergeschwappt und das Wasser suchte sich seinen Weg über die Straße in Richtung der Wohnhäuser. Die Verklausung konnte gelöst werden und das überlaufende Wasser wurde umgeleitet. Auf Höhe der Schlecker-Halle lief der Hofmanningbach wieder über die Ufer. Ein Durchflussrohr war durch Geäst verklaust. Auch hier konnte durch ein rasches lösen der Verklausung ein größerer Schaden für die Anrainer verhindert werden. Am Ahornweg standen mehrere Keller eines Reihenhauses unter Wasser. Fast ein halber Meter Wasser füllte die Keller. Mit mehreren Tauchpumpen und Nasssaugern wurde das Wasser aus den Kellern gepumpt und abgeleitet.
Gegen 22 Uhr waren in Gröbming die gröbsten Schäden behoben. Für die Nacht waren weitere Gewitter prognostiziert worden. Deshalb wurden zusätzliche Schutzmaßnahmen an gefährdeten Stellen installiert. Nachdem die Arbeiten in Gröbming Großteils abgeschlossen waren, rückten LFB-A und MTFA nach Pruggern ab. In Pruggern trat der Sattentalbach an mehreren Stellen über die Ufer. Schwere Verklausungen stauten das Wasser zusätzlich. Ganze Bäume und Felsblöcke wurden mittgerissen. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Gröbming unterstützten die Kameraden vor Ort beim Füllen der Sandsäcke. Als in Pruggern die Absicherungsmaßnahmen abgeschlossen waren, fuhren LFB-A und MTFA direkt nach Stein an der Enns. In Stein an der Enns bot sich den Feuerwehrmännern ein erschreckendes Bild. Der Sölkbach war über die Ufer getreten und überschwemmte die Wohnhäuser östlich und westlich des Baches. Zur Unterstützung wurde auch noch das TLFA-4000 angefordert. Bis in die frühen Morgenstunden wurden Keller ausgepumpt und vom Schlamm befreit.
Hier finden Sie den Bericht des BFV Liezen Hier finden Sie den Bericht von news.orf.at Hier finden Sie den Bericht des LFV Steiermark
Hier finden Sie den TV Beitrag aus "Steiermark Heute"
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. Juli 2010 um 19:30 Uhr |



