Unwettereinsatz

 

Sirenenalarm am 04.08.2013 um 18:46 Uhr

 

Eine Unwetterfront zog heute Abend über den Bezirk Liezen und hinterließ teils große Schäden. Ein orkanartiger Windsturm, der nichteinmal eine halbe Stunde andauerte sorgte bei rund 40 Feuerwehren für über 100 Einsätze.

 

Das Ennstal entlang wurde eine Feuerwehr nach der anderen von der Bezirkswarnzentrale alarmiert, beginnend von Mandling-Pichl Richtung Osten. Vor allem die Feuerwehrabschnitte Schladming und Gröbming hat es massiv getroffen; beinahe alle Feuerwehren standen hier im Unwettereinsatz.

Vorwiegend galt es für die Einsatzkräfte, entwurzelte oder abgebrochene Bäume von Straßen, Häusern und auch Autos zu entfernen. 
Bäche traten über die Ufer, nachdem binnen Minuten enorme Niederschlagsmengen gefallen sind. In Gröbming Winkl etwa ging eine kleinräumige Mure ab. In mehreren Orten wurden Dachteile oder auch komplette Hausdächer abgedeckt, wie etwa in Tunzendorf (Bilder), wo die Feuerwehr mit Planen provisorisch das Dach eines Zweifamilienwohnhauses mit Hilfe eines Kranes (WLF-K Gröbming) abdichten musste. Die gesamte Dachhaut landete rund 15 Meter hinter dem Haus in der Wiese. Auch der Kamin wurde komplett "abgetragen".

In Mitterberg galt es, einen Waldbrand zu löschen. In vielen Teilen des Ennstales gab es Stromausfälle, da zahlreiche Bäume Stromleitungen kappten. Zwischen Öblarn und Stein an der Enns mussten die Passagiere eines Zuges mit dem Bus weitertransportiert werden, nachdem der Triebwagen einen auf die Geleise gestürzten Baum rammte. Nachdem auch das Tragseil der Oberleitung beschädigt wurde, war die Bahnstrecke somit lahmgelegt.

Für die Einsatzkräfte problematisch war die Tatsache, daß durch die teilweise defekte Infrastruktur es sowohl Funkausfälle als auch Handynetzausfälle gab und somit eine Alarmierung bzw. Kommunikation nur sehr eingeschränkt möglich war.
Mittlerweile steht die FF Liezen (voraussichtlich die ganze Nacht) über im Einsatz, um den für die Einsatzkräfte notwendigen Salaberg-Funksender mit einem Notstromaggregat zu betreiben.

 

Bilder und Bericht: OBI Schlüßlmayr

Link: Bereichsfeuerwehrverband


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